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Jan Petryka – Tenor

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Jan Petryka wurde in Warschau geboren und studierte zunächst Violoncello in Linz und Graz, danach Gesang bei Rotraud Hansmann und KS Marjana Lipovšek in Wien. Der lyrische Tenor hat sich ein breitgefächertes Repertoire erarbeitet, welches von franko-flämischer Vokalpolyphonie über Bachs Kantatenwerk, Oratorien der Wiener Klassik und Romantik bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen reicht, wobei ihm die sakrale Musik besonders am Herzen liegt. 2012 gab Jan in Schuberts Alfonso und Estrella mit dem Mozarteum Orchester Salzburg unter der Leitung von Ivor Bolton sein Debüt im Wiener Konzerthaus. Mit dem Bruckner Orchester Linz unter Dennis Russell Davies war er in der 2. Symphonie St. Florian von A. Schnittke in der Stiftsbasilika St.Florian/OÖ zu hören. Mit Erwin Ortner, dem Arnold Schoenberg Chor und dem RSO Wien sang er im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins im Soloquartett des Oratoriums Das Buch mit sieben Siegeln von Franz Schmidt. Seinen bisher bedeutendsten Auftritt auf der Opernbühne hatte Jan 2013 als Tamino in Mozarts Zauberflöte an der Opéra National de Lyon (Leitung: Stefano Montanari, Regie: Luc de Wit/Pierrick Sorin).

Zu den Höhepunkten seiner Konzerttätigkeit gehören eine Europatournee mit dem Ensemble Les Musiciens du Louvre Grenoble unter der Leitung von Marc Minkowski mit Werken von Mozart und Bach, eine Konzertserie im Auditori de Barcelona mit dem Orquestra Simfònica de Barcelona unter Salvador Mas (mit Franz Schuberts Messe in Es-Dur und W.A. Mozarts Freimaurerkantate) sowie die Aufführung des Mozart-Requiems im Konzertsaal des KKL Luzern.

Die intensive Beschäftigung mit dem Lied und mit Vokalkammermusik führte zur Zusammenarbeit mit bedeutenden Pianisten wie Pierre Laurent Aimard, Roger Vignoles, David Lutz und Helmut Deutsch. Mit Letzterem trat er u.a. in der Berliner Philharmonie auf. Jans Diskographie beinhaltet Aufnahmen der Vokalwerke von Bruckner und Mendelssohn Bartholdy (mit E. Ortner und dem Arnold Schoenberg Chor, erschienen in der ASC Edition) sowie die von der Kritik gelobte Ersteinspielung von J. Haydns Marionettenoper Philemon und Baucis (mit M. Huss und der Haydn Sinfonietta Wien, erschienen beim Label BIS). Die Ersteinspielung von F. Schuberts Opernfragment Adrast (Harmony of Nations, Mario Aschauer, ÖAW-Verlag), auf der Jan in der Titelpartie zu hören ist, wurde für den Ö1-Pasticcio-Preis ausgewählt. 2014 ist Jan im Rahmen des Lucerne Festiva in der Titelrolle von G.F. Händels Oratorium Belshazzar unter der Leitung von Marcus Creed zu erleben.